Tiere in der Bibel – der „böse“ Wolf

In der Christenlehre schauen wir uns in diesem Jahr besonders die Tiere in der Bibel an. Mit dem Adler haben wir am Schuljahresanfang begonnen – HIER findest du die Andacht dazu.

Was euch bisher besonders beeindruckt hat, war (neben dem Spatz, dem Kamel und der Schlange) der Wolf. Er kommt etwa 12 mal in der Bibel vor, also gar nicht so oft.
Bei Jesaja gibt es zwei mal die schöne Verheißung, dass der Wolf friedlich mit den kleinen Lämmlein auf der Wiese grasen wird (Jesaja 11,6 und 65,25) So wird es im Reich Gottes sein.
Jesus warnt uns vor dem „Wolf im Schafspelz“, den falschen Menschen, die nach außen wie liebe freundliche Lämmer sind, aber innen drin wie reißende Wölfe – gefährlich und böse (Math. 7,15) Aber er weiß, dass es solche Leute gibt und dass wir manchmal wie „Lämmer unter Wölfen“ sein werden. (Math. 10,16) Aber Jesus selbst ist der gute Hirte, der den bösen Wolf verjagt. (Joh. 10,12)

Den „bösen“ Wolf kennen wir auch aus den Märchen:

Der Wolf will nicht nur die Großmutter fressen, sondern auch das Rotkäppchen und es reicht ihm nicht ein Geißlein, nein, er will alle. So steht der Wolf schon in den Märchen für die Gier – er ist ein Nimmersatt, gefräßig und will immer mehr – aber auch für Gefahr und das Böse – er will ja immerhin fressen und damit töten.

Es gibt noch eine schöne Geschichte zum Wolf:
Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer und erzählte von den Wölfen. Er meinte, in jedem Menschen wohnen zwei Wölfe, die miteinander kämpfen.
Einer ist böse, voller Neid, Gier, Eifersucht, Selbstmitleid, Zweifel, Sorgen, Lügen, Vorurteile…
Der andere ist gut, er ist friedlich, zutraulich, voller Mitgefühl, Freude, Güte, Aufrichtigkeit, Hoffnung,…
Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“
Der Großvater antwortete: „Der, den du fütterst.“

Welchen Wolf fütterst du? Womit?

Der Wolf hat Menschen schon immer fasziniert – auch der Wolf in uns drin. Vielleicht hat der Mensch deshalb den Wolf „gezähmt“und den Hund gezüchtet?

Zum Schluss möchte ich dir die Geschichte von Franz von Assissi und dem Wolf von Gubbio zeigen: Franziskus zähmt den gefährlichen Wolf.

Wie kann ich den „Wolf“ in mir drin – die Gier, die Angst zu kurz zu kommen, die bösen Gedanken – „zähmen“ ?

Kleiner Tipp: Franziskus erzählt dem Wolf von Gott, der alle liebt und für alle sorgt 🙂

HIER kommst zu zum „dummen“ Esel 🙂

Für Mitarbeiter entsteht hier ein padlet mit Ideen:

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