Kinderrüstzeit I „Nicht wie bei Räubers…“

Das war das Thema unserer diesjährigen Rüstzeit.
Nach einer fröhlichen Begrüßung und einem Gebet gings am Montag mittag los – alle Autos voller Kinder und Gepäck und viel Vorfreude.

Nach einem „Räuberessen“ mit leckeren Salaten (DANKE an die Köchinnen!) und Würstchen marschierten wir bei schönstem Sonnenschein in den Wald.

Bei der kurzen Einführung ins Thema konnte man schon die angefangenen „Räuberhöhlen“ entdecken. Wir tobten uns aus und kämpften „wie bei Räubers“.

Nach dem Spiel „Der Räubervater sagt…“ mit Yannick als tollem Spielleiter gings zurück: Zimmerbeziehen, Duschen und schick machen, denn schließlich wollen wir ja nicht wie bei Räubers hausen, sondern Königskinder sein.

Wer fertig war, hat schon mal sein Tischkärtchen gestaltet und sein Wappen zum Vorstellen gemalt.

Danach gings nach einer kurzen Einführung in den „Thronsaal“ – in die Basilika – zum Treff mit dem König. Wir beteten gemeinsam mit den Mönchen und anderen Gästen die Vesper.

Unsere allerbeste Köchin hatte schon alles für ein festliches, königliches Abendessen vorbereitet.

Und dann ging es los mit unserer Geschichte. Nach dem Buch „Nicht wie bei Räubers“ von Ursula Marc hörten wir die Geschichte von Tom, dem kleinen Räuberjungen der im Schloss aufwacht und es kaum glauben kann, wie schön hier alles ist. Die Königskinder nehmen sich nicht gegenseitig das Essen weg, sondern reichen es sich sogar gegenseitig, keiner wird verprügelt, sondern alle gehen freundlich miteinander um, statt meckern, schimpfen und rumbrüllen, singen sie gerne… Tom konnte es kaum fassen. Alles war so ganz anders.
Der König war so liebevoll, wusch ihn, strich Salbe auf seine Wunden und gab ihm ein sauberes weißes neues Gewand – und eine Krone. Auch er, Tom durfte ein Kind des Königs sein. Es war wunderbar!

„Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben.“
(1. Johannes 1, 12)

Und dann passierte es – er hatte mit der wunderschönen Spieluhr gespielt und sie dabei kaputt gemacht. Tom hatte riesengroße Angst, dass er nun weggeschickt wird oder verprügelt wie bei Räubers. Deshalb rannte er los und versteckte sich in einem Baum. Aber der König suchte ihn und sagte: „Es ist alles gut. Komm! Lass dich in meine Arme fallen!“
Tom konnte es nicht fassen, dass der König gar nicht sauer ist, sondern ihm verzeiht.

In Kleingruppen konnten die Kinder sich austauschen: Wie ist das Leben bei Räubers? Und wie beim König? Wie wird man ein Königskind? Wie kann ich zu Gott kommen?
Verzeiht Gott mir wirklich? Alles?
Der König sagt zu Tom: „Mein Kind, musst du eine Angst gehabt haben! Aber warum bist du davongelaufen? Warum versteckst du dich vor mir? Schuld verstecken ist das Schlimmste für dich und für mich. Glaub mir, ich halte immer zu dir, ganz gleich was du tust. Auch wenn du mal etwas falsch gemacht hast, kommst du am besten gleich zu mir. Ich kann alles wieder gut machen.“

Dazu gab es diesmal ein kleines Heft mit Fragen, Bildern, Bibelstellen, Rätseln,…
Danke an Susann fürs Kopieren und Sortieren!

Tom will übrigens am nächsten Tag den Schaden selbst einigermaßen wiedergutmachen. Er pflückte einen großen Blumenstrauß und arbeitete den ganzen Tag ohne Pause. Abends sank er völig erschöpft ins Bett. Mitten in der Nacht wachte er auf und da saß der König an seinem Bett. Er sagte: „Danke für den Blumenstrauß, der ist schön. Aber DU, DU hast mir gefehlt, Tom. Ich habe dir doch gesagt, dass alles gut ist, der Schaden ist schon bezahlt.“

Am Abend haben wir uns dann noch einmal richtig vorgestellt – zum einen mit unserem Wappen, welches dann auf die Rückseite der Tischkärtchen geklebt wurde. Und zum anderen hatte Robin noch eine gute Idee: jeder durfte so viele Weinbeeren nehmen wie er wollte – musste dann aber so viele Dinge über sich erzählen wie er Beeren hatte 🙂

Die wunderbaren Mitarbeiter haben schon alles fein vorbereitet für unser Nachtgebet.

Zum Nachtgebet ging es in den Raum der Stille. Zum Abschluss konnte sich jedes Königskind mit Salböl aus Israel segnen lassen.


Die Jugendlichen spielten noch eine kleine Runde Tischtennis und irgendwann schliefen dann auch die letzten Königskinder – bis uns Yannick mit cooler Musik wieder weckte. 🙂

HIER geht es zu Tag 2.

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