Kinderrüstzeit II „…ist das Königskinderleben“

Schon früh am Morgen gab es eine „Kuschelrunde“ beim König. Wir haben uns an einen ruhigen Ort gesetzt und gebetet, auf Gottes Worte in der Bibel gelauscht und versucht, die Nähe Gottes zu spüren.

Nach einem ausgiebigen Frühstück – da der Bäcker gerade Urlaub hatte, sind Thilo und Robin extra gefahren, um frische Brötchen für uns zu holen 🙂 – trafen sich alle Königskinder im Saal. Wir sangen, beteten und hörten die Geschichte weiter:

Tom war begeistert vom Leben beim Vater und konnte sich nichts Schöneres vorstellen. Am liebsten möchte er für den König und Seinen Sohn kämpfen. Aber ist er nicht viel zu klein?
Aber da sind ja noch andere Kinder, die sind noch kleiner und schwächer wie er. Und wieso sind hier sogar Mädchen dabei? Und das Kämpfen hatte er sich auch anders vorgestellt!
Hier wird nicht mit Schwertern oder so gekämpft, sondern die stärkste Waffe des Königssohnes ist die LIEBE.
Wie soll man das denn trainieren?

Wir stellten ein Trainingsprogramm für Tom – und für uns zusammen: 🙂

  • Dankeschön sagen
  • jemand anlächeln
  • jemanden loben
  • jemanden ermutigen
  • jemand etwas nettes sagen
  • jemanden helfen
  • jemanden vorlassen
  • jemanden etwas abgeben

Um das zu üben wollten wir „wichteln“: kleine Zettel mit Freundlichkeiten, Lob, Ermutigung… schreiben und anderen zustecken. Da sind im Laufe der Rüstzeit einige kleine Briefchen entstanden. Und damit diese wertvollen Zettelchen nicht verloren gehen, haben wir am Nachmittag Schatztruhen gebastelt.

Bei einer Regenpause gegen Mittag ging es raus in den wunderschönen herbstlichen Park zu einem kleinen Geländespiel.

Beim Mittagessen stellten wir dann noch fest, dass die Räuber unsere Kerzen geklaut haben. So zogen wir wieder los, um sie zurückzuholen.

Dann ging es mit der Geschichte weiter:

Tom erlebt, wie der Königsohn für andere sorgen, ihnen helfen und sie heil machen möchte – und er darf dabei helfen.
Aber nicht alle wollen Hilfe – das kann Tom nicht verstehen. Doch der Königssohn sagte, er könne immer seinen Namen auf die Menschen legen, die Hilfe brauchten – sie segnen, Ihnen Gutes vom König wünschen. Das wollte Tom gerne tun.
Und dann geht sein Herzenswunsch in Erfüllung: Das kranke Räubermädchen Jenny wird gesund. Ihr Vater wollte sie nicht, weil sie ein Mädchen war, und böse, gemeine Worte hatten sie krank gemacht. Aber die Liebe des Königssohnes machte sie wieder ganz heil und sie kam mit in das Reich des Königs. Tom konnte ihr alles zeigen und erklären.

Nur irgendwann wurde er neidisch, weil Jenny viel lieber beim König war als mit ihm zu spielen und zu arbeiten. Deshalb hörte er auf Stimmen, die gar nicht gut waren, die sein Selbstmitleid und seine Wut nur noch mehr anstachelten und ihm sagten, er könne alles ganz alleine schaffen. Er sei ein Held und die anderen alle doof. So ließ er sich ein „richtiges“ Schwert und einen angeblichen „Glücksbringer“ aufschwatzen und zog los, um richtig zu kämpfen. Aber alles ging schief: Er rannte in einen Ast und sein Auge blutete. Dann rutsche er einen Abhang hinunter und steckte im Sumpf fest. Und am Ende war da eine große Schlange, die ihn zu ersticken drohte… Wenn da nicht auf einmal ein kleines singendes Mädchen gekommen wäre – Jenny – und einfach durch ihr Singen und Beten die böse Schlange zerstört hätte. Wie froh war Tom! Aber er schämte sich auch.
Am Abend als Tom schon im Bett lag, kam der Königssohn zu ihm und stellte ihm eine Frage – nicht etwa wie: „Warum bist du davongelaufen?!“ oder „Wie kannst du nur…“ … Nein, der König fragte ihn einfach:
„Vertraust du mir?“

In den Kleingruppen überlegten wir, wem wir Gutes von Gott wünschen wollen. Was solche guten Wünsche und Worte sind – und was eher nicht. Denn: gemeine, böse Worte können viel Schaden anrichten.
Wir überlegten, was unsere Herzenswünsche sind und ob wir schon mal erlebt haben, dass Gott unsere Gebete erhört hat.
Waren wir schon mal überheblich, neidisch, voller Hass und Selbstmitleid… und sind von solchen schlechten Gefühlen fast erstickt worden? Was hilft da?
Vertraust du Gott?

Der König sagte Tom 3 Dinge:

  1. Wenn du selber ein Held sein willst, vertraust du nur auf deine eigene Kraft.
  2. Wenn du dich für einen Schwächling hälst, lügst du, denn du bist ein Königskind!
  3. Wenn du Rache- und Hassgefühle in dir hast, dann passt du nicht zu uns.

Am Abend haben wir es uns dann mit Spielen gemütlich gemacht.
Und es gab noch eine geniale Überraschung:

Es gab „Prinzessins Traumwölkchen“ (bei den Mädels sehr beliebt), „Königliches Badewasser“, „prickelnden Diamantentrunk“ und „Aus des Königs Garten“ – alles total lecker und liebevoll von unseren genialen Mitarbeiter-Mädels zubereitet. DANKE ihr beiden!
Auch für das Vorbereiten unseres Nachtgebetes.

HIER geht es zu Tag 3.

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