Auf Adlerflügeln…

Das neue Schuljahr beginnt – für manche für euch auch in einer neuen Schule. Für die älteren beginnt vielleicht die Ausbildung oder das Studium. Was wird das neue Jahr bringen?
Auch für das Volk Israel begann vor vielen Jahren ein neues Leben: Gott hatte sie wunderbar aus der Sklaverei in Ägypten befreit, sogar das Meer geteilt, damit sie heil durchkommen… und nun wartete ein ganz und gar neues Leben in der Freiheit auf sie. Aber da war auch die Frage: Wie wird es werden? Was kommt da auf sie zu?

Nun waren sie am Sinai angekommen und Gott wollte ganz neu einen Freundschaftsbund mit ihnen schließen. Aber zuerst erinnert ER sie an das was war:

Denk an die Tage der Vergangenheit,
lerne aus den Jahren der Geschichte!
Frag deinen Vater, er wird es dir erzählen,
frag die Alten, sie werden es dir sagen.
Israel gehört dem Herrn, Jakob ist sein besonderes Eigentum.
Er fand sie in einem öden Land, in der weiten, einsamen Wüste.
Er umgab sie und wachte über sie,
er behütete sie wie seinen Augapfel.
Wie ein Adler, der seinen Jungen das Fliegen beibringt,
über ihnen schwebt und sie auffängt,
seine Schwingen ausbreitet und sie auf seinen Flügeln in die Höhe trägt,
so führte der Herr sie. (aus 5. Mose 32)

Wie ein Adler… – wißt ihr, wie ein Adler das macht?

Das Nest in dem die Jungen aufwachsen ist oft hoch oben, z.B. auf einer Felsklippe, über einem tiefen Abgrund.

Dort sind die Adlerkinder sicher und geschützt in ihrem kuschlig warmen Nest.

Adlermama und Adlerpapa kümmern sich gemeinsam liebevoll um ihre Jungen.

Ein junger Adler sieht echt mickrig aus. Da sieht man noch nicht viel vom „König der Lüfte!“
Er muss erst noch wachsen und stark werden.

Aber wenn die Kleinen etwas älter werden, versuchen die Adlereltern alles, um ihren Kindern das Fliegen zu lernen: Sie legen das Futter neben das Nest, um die Kleinen herauszulocken. Sie nehmen das weichen Nestpolster heraus, damit es ungemütlicher wird. Sie locken und zeigen ihren Kindern, wie schön das Fliegen ist. Und schließlich schubsen sie die ganz Ängstlichen sogar aus dem Nest.
Denn ein Adler ist zum Fliegen geschaffen – er hat starke Flügel und alles, was er dazu braucht.

Aber um zu fliegen, muss er raus aus dem Nest. Die Mutigen flattern alleine los und merken, wie die Luft sie trägt. Dabei sind die Eltern immer in der Nähe und passen auf.
Die Ängstlichen werden losgeschubst – und das Adlerkind versteht nicht, warum es aus dem Nest geworfen wurde. Doch der Adler schwebt über ihm und passt auf ihn auf! Und wenn das Kleine es wirklich nicht schaffen sollte und fällt, dann düst der Adler mit einem Affenzahn von 300km/h im Sturzflug hinterher, um es aufzufangen und auf Flügeln zu tragen.
So ist Gott auch mit uns.

Dreh mal das Bild um:

Gott ist es, der uns schützt. Wir können das immer wieder erleben: Bei IHM sind wir geborgen wie in einem warmen Nest. Und klar – wir wünschen uns dieses Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit und Wärme am liebsten für immer: zusammen mit unseren Lieben im kuschligen Nest sitzen und die Sorgen und Probleme sind weit weg.
Aber wir erleben auch das andere:
Manchmal passieren Dinge, die wir nicht verstehen. Wir haben das Gefühl, Gott schubst uns aus dem Nest. Wir können ihn nicht sehen und fühlen uns allein und im Stich gelassen. Gott kommt uns unbarmherzig vor und scheint weg zu sein. – So wie ein Adlerkind seine Eltern nicht sehen kann und nicht versteht, warum es aus dem Nest geworfen wurde.
Aber Gott ist auch in den Stürmen und im Fallen bei Dir! Er wird dich im Notfall auffangen.
Er will Dir helfen, stark zu werden und zu wachsen. Er traut dir viel zu. Du kannst mehr als du denkst.

„Wie ein Adler, der seinen Jungen das Fliegen beibringt,
über ihnen schwebt und sie auffängt,
seine Schwingen ausbreitet und sie auf seinen Flügeln in die Höhe trägt,
so führte der Herr sie.“

Der Adler, der König der Lüfte kommt fast 30 mal in der Bibel vor.

Auch König David erzählt in seinen Psalmlieder davon. Als er fliehen muss und sich in Höhlen verstecken muss, weil Saul ihm nach dem Leben trachtet, sagt er: „Bei Dir, Gott, birgt sich meine Seele und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel.“ (Psalm 57,2) Und er kann trotz Flucht in der Wüste sogar jubeln: „Denn du bist meine Hilfe geworden und ich juble unter dem Schatten deiner Flügel.“ (Psalm 63,8) Weil er weiß – Gott ist da und fängt mich im Notfall auf. ER hilft mir und lässt mich nicht im Stich.

Und auch der Prophet Jesaja erzählt vom Adler:
Er erzählt von der unvorstellbaren Größe Gottes (Jesaja 40, 11 ff)
Und verspricht uns dann etwas von dieser großen Kraft Gottes für uns und unser Leben:

„Der Herr ist ein ewiger Gott, der Schöpfer der ganzen Erde.
Er wird nicht matt oder müde. Sein Verstand ist unergründlich.
Er gibt den Erschöpften neue Kraft;
er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke.
Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden
und junge Männer völlig zusammenbrechen,
doch die, die auf den Herrn warten, gewinnen neue Kraft.
Sie schwingen sich nach oben wie die Adler.
Sie laufen schnell, ohne zu ermüden.
Sie gehen und werden nicht matt.“

Das wünschen wir euch – immer wieder neue Kraft – wie ein Adler.
Und dass ihr die Erfahrung machen könnt:
Egal ob gerade im kuschligen Nest oder gar im freien Fall – GOTT ist immer da und trägt uns zur Not wie der Adler auf seinen Flügeln.

In der Christenlehre wollen wir dieses Jahr mal schauen, welche Tiere noch so in der Bibel vorkommen 🙂


Für die Mitarbeiter entsteht HIER ein padlet mit Ideen:

Made with Padlet

Ein Gedanke zu “Auf Adlerflügeln…

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