1000 Jahre nach Melchisedek wird sein Name in den Psalmen König Davids erwähnt (Psalm 110,4). Außerdem ist Jerusalem DIE Davidsstadt – und unser Thema lautete ja: Auf nach Jeruschalajim. Also geht es in 1000-Jahr Schritten durch die Geschichte der Stadt 🙂
Chris erzählte uns spannend die Geschichte des Königs David:
Als jüngster von 8 Brüdern, der Kleine, der die Schafe hütet, wird er zum König gesalbt – und er geht offenbar zurück Schafe hüten.

Dann wird er, weil er nicht nur ein guter Hirte ist, sondern auch noch hervorragend Harfe spielen kann an den Hof König Sauls geholt – er, der zum neuen König Gesalbte, dient König Saul. Immer wenn dieser seine „Anfälle“ und schlechte Laune hat, soll David für ihn Musik machen.
Außerdem ist er Bote, der seinen großen Brüdern, die in der Armee sind, das Essen bringt – dabei kämpft er mal so „nebenbei“ gegen den Riesen Goliath, weil kein anderer sich traut. Als er danach eine gewisse Berühmtheit erlangt, wird Saul eifersüchtig und verfolgt David. David muss nun auch noch dauernd vor Saul fliehen und sich verstecken.

Dort in den Höhlen von En Gedi versteckt sich David vor Saul.
Obwohl er mehrfach Gelegenheit hat, vergreift er sich nicht an Saul. Für ihn ist und bleibt auch Saul der Gesalbte Gottes – und David vertraut auf GOTT, der ER ihm Recht schafft.
Als David etwa 30 Jahre alt ist, kommt Saul und auch sein Sohn Jonathan, Davids Freund, im Kampf ums Leben. David trauert – um beide, obwohl Saul ihm so lange das Leben schwer gemacht hat. Und auch jetzt wird David erstmal nur König von Juda, weil Abner, Sauls Feldhauptmann den Sohn Sauls Isch-Boscheth zum König von Israel erklärt. Und wieder wartet David geduldig auf GOTTES Handeln. Über 7 Jahre später, nachdem Isch-Boscheth umgebracht wurde (die beiden Mörder, die dachten, sie tun David einen Gefallen damit, lässt David hinrichten) wird David, mittlerweile 37 Jahre alt, König über ganz Israel – jetzt endlich – etwa 20 Jahre, nachdem er zum König gesalbt wurde.

Natürlich ist König David auch in der Basilika zu finden – ihn kann man leicht an der Harfe erkennen.
David will nun Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen. Die Jebusiter, die dort wohnen, spotten: selbst Blinde und Lahme können die Stadt mit ihrer dicken, starken Mauer verteidigen. Aber David hat eine Idee. Es gibt einen unterirdischen Gang, der zur Gihon-Quelle führt. Dort holen die Bewohner Jerusalems ihr Wasser. Joab und ein paar Männer schleichen sich durch diesen unterirdischen Schacht in die Stadt und so kann David die Stadt ganz einfach erobern.

Es gibt neben dem Jebusitertunnel auch noch den Hiskia-Tunnel – das ist eine andere spannende Geschichte 🙂
Wir sind in Jerusalem durch diese Tunnel gelaufen – abenteuerlich, sag ich euch!
David möchte, dass auch GOTT in Jerusalem wohnt. Er lässt die Bundeslade mit den 10 Geboten holen und baut ein neues Zelt dafür. David selbst tanzt voller Freude vor der Bundeslade her. Viele Gottesdienste werden jetzt dort gefeiert. Als David ein richtiges Haus, einen Tempel für Gott bauen will, sagt Gott: „Du willst mir ein Haus bauen, dass ich darin wohne? … Ich will erst dir ein Haus bauen… und dein Haus und dein Königtum sollen ewig bestehen.“

Der Berg ZION mit der Dormitio-Abtei.

Dort ist das „Grab“ Davids.
Interessant:
- David hat viele Jerusalem-Wallfahrtslieder (Psalm 120 – 134) geschrieben, die bis heute gesungen werden.
- David heißt übersetzt der Geliebte. Gott hatte ihn sehr lieb, obwohl auch er große Fehler begangen hat
Wir sind am Nachmittag dann zu einer anderen (mittelalterlichen) Burg losmarschiert – nach Rochlitz. Bei bestem Sonnenschein ein Stück den Walderlebnispfad und an der Mulde entlang wandern ist toll.









HIER geht es auf die Internetseite vom Schloss Rochlitz.
Passend zum Thema gab es zum Abendbrot leckeres, von Andrea frisch gebackenes Fladenbrot mit Zaatar, Humus und viel Gemüse.




Am Abend wollten wir dann Film schauen – leider lies uns die Technik etwas im Stich.

Deshalb haben wir kurzerhand gespielt:
Reise nach Jerusalem in verschiedenen Varianten – nicht unbedingt corona-gerecht, aber es hat viel Spaß gemacht 🙂
Und wir waren ja alle fein getestet.

Den Film gab es dann am nächsten Tag.