
Nach Coronatest und großem Gepäckverladen ging es endlich los ins Kloster Wechselburg. Alle waren voller Vorfreude.
Nach einem kleinen Mittagessen und einem lustigen Kennenlernspiel ging es raus: Geocache durch den wunderschönen herbstlichen Park.
(HIER ist der link zum Nachmachen, der Cache wurde schon vor einigen Jahren von unseren Konfirmanden gelegt.)




„Nebenbei“ wurde auch gespielt – die Mädels waren echt top!
Am späteren Nachmittag starteten wir mit unserem ersten Thema:
Mechisedek – König von Salem
Tobias erzählte uns die spannende Geschichte von dem Kampf der 4 Könige gegen 5 Könige und wie Abraham mit seinen Leuten und vor allem dem Segen und der Hilfe Gottes nicht nur seinen Neffen Lot, sondern auch alle anderen Gefangenen wieder befreien kann. (Wenn du die Geschichte nicht kennst, dann kannst du sie in deiner Bibel im 1. Buch Mose Kapitel 14 nachlesen).

Abraham ist auch in der wunderschönen Basilika in Wechselburg zu finden – interessanterweise noch ziemlich jung und wie ein Soldat mit Schwert.
Er steht links vom Altar.
Auf dem Heimweg kommt Abraham Melchisedek, der König und Priester von Salem, mit Brot und Wein entgegen.
Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des Höchsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem. (1. Mose 14,18–20)

Melchisedek ist genau auf der anderen Seite – rechts des Altars. Er hat den Kelch mit Wein in der Hand.
(Danke an Sabine Bley für die Fotos)
Melchisedek heißt übersetzt König der Gerechtigkeit und er regiert in Salem – auf deutsch Frieden.
Wo die Gerechtigkeit regiert herrscht Frieden 🙂
Wir habe über diese beiden Worte nachgedacht:
Gerechtigkeit
= da wo es allen gut geht
= wo es richtig gemacht wird
= wo keiner benachteiligt oder bevorzugt wird
= wo jeder zu seinem Recht kommt
…
Frieden, Schalom
= kein Streit, kein Krieg
= Zufriedensein
= Heil (Ganz) sein,
= Glücklich sein
….
Wo wir gerecht und gut miteinander umgehen, da wird auch Frieden sein und es wird allen gut gehen.
Melchisedek bringt Brot und Wein – und er steht direkt neben dem Altar. Das ist ein deutlicher Hinweis auf Jesus und das Abendmahl. Jesus wird im Neuen Testament öfter mit Melchisedek verglichen. Er schenkt sich uns selbst in Brot und Wein und wo ER König sein darf, da ist echter tiefer Frieden und Heil.
Interessant:
- Melchisedek taucht in der Bibel etwa 1000 Jahre später bei David im Psalm 110, 4 wieder auf und dann wieder 1000 Jahre später bei Jesus – Jesus ist Priester auf ewig nach der Art Melchisedeks (Hebräerbrief 5-7)
- Melchisedek scheint weder Vater und Mutter, noch Nachkommen zu haben – auch deshalb wird er oft mit Jesus verglichen.
- Abraham gibt ihm, dem Priester Gottes, den Zehnten, also den zehnten Teil von allem. Das gilt bis heute – der Zehnte soll Gott gehören und Gott verspricht: Bringt aber den Zehnten in voller Höhe in meinen Tempel, damit die Priester zu essen haben. Habt keine Sorge, dass ihr dann Mangel leidet. Nehmt mich beim Wort! Ihr werdet erleben wie ich euch mit Segen überschütte. (nach Maleachi 3,10)

Nach dem Thema haben wir eine kleine Kirchenführung gemacht und Abraham und Melchisedek in der Kirche gesucht – und schnell entdeckt 🙂

Am Abend wurde dann gespielt – sehr beliebt waren die Domino-Steine.
Viele verschieden Figuren und sogar Wörter entstanden 🙂




Nachdem wir am frühen Abend in der Basilika die Vesper gebetet haben –

– gab es nach dem Spielen noch das Nachtgebet im Jugendhaus.
Eva und Lilly haben das schon wunderbar vorbereitet.

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