Rede an die Menschheit

Wir haben über den Propheten Amos nachgedacht und überlegt, was er wohl heute kritisieren würde.
Dann haben wir von Martin Luther King gehört und seinem „Traum“.
Am Schluss war die Aufgabe, eine eigene „Rede an die Menschheit“ zu schreiben. Da war ich echt begeistert, was ihr so geschrieben habt. Hier ist eine kleine Auswahl:

Rede an die Menschheit von Hermine – Thema Hunger in Afrika

Den meisten Kindern / Jugendlichen in Deutschland geht es gut. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Ich schaue heute nach Afrika, genauer gesagt nach Kenia.
Dort leben 300.000 Kinder auf der Straße. In den Familien herrscht Armut und Arbeitslosigkeit. Der Verdienst ist so gering, dass es nicht zum Überleben reicht. Dadurch gibt es viele Alkohol- und Drogenprobleme und Gewalt in den Familien.
Ich träume davon, dass die Kinder, hauptsächlich Jungen, nicht mehr ihre Familien verlassen müssen, um in Großstädten auf der Straße leben zu müssen.
Ich träume davon, dass sie nicht mehr um Essen betteln müssen bzw. stehlen und kriminell werden.
Ich wünsche mir, dass die Kinder nicht mehr Klebstoff schnüffeln, um dem bitteren Alltag zu entfliehen und nachts der Kälte.
Ich wünsche mir, dass die Kinder nicht mehr jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen.
Ich träume davon, dass jedes Kind in Kenia eine Schule besuchen kann.
Ich träume davon, dass die Kinder geborgen und ohne Angst aufwachsen können.
Ich hoffe auf eine gute Zukunft für die Kinder.

Diesen Traum habe ich nicht alleine. Birgit Zimmermann, eine Freundin unserer Familie, lebt diesen Traum seit 15 Jahren. Sie hat in Eldoret, der viertgrößten Stadt Kenias, das Badilisha Maisha Centre gegründet.
Dort bekommen Straßenkinder ein neues zu Hause. Sie bekommen einen geregelten Tagesablauf geboten, lernen z. B. Kochen, Putzen, Wäsche waschen und helfen auf dem kleinen Bauernhof mit. Sie lernen ohne Drogen zu leben.
Sie dürfen zur Schule gehen, erhalten Schulkleidung und Bücher.
Das Hauptziel ist jedoch, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und Kontakt zu ihren Familien aufzunehmen.
Die Kinder sollen erkennen, dass Gott ihr Leben verändern möchte.
Der Traum ist nicht einfach. Es kam schon zu einem Überfall auf das Heim und auch von Seiten der kenianischen Behörden werden dem Projekt oft Steine in den Weg gelegt. Doch Birgit und ihre Mitarbeiter machen weiter und geben nicht auf…

Hier erfahrt ihr mehr über das Projekt: http://www.eldoret-kids.de/projekt

Rede an die Menschheit von Emilia – Thema Missbrauch

Meine lieben Damen,
ich hatte einen Traum. Er war toll. Und ich weiß, dass viele diesen Traum haben.
In meinem Traum ging ich in den Klamotten, in denen ich mich wohlfühle, spazieren. Es war schon etwas dunkel und ich ging allein. Das Besondere daran war, dass ich keine Angst hatte. Ich musste mir keine Sorgen machen, dass ich von einem Mann verfolgt werde. Dass ich von einem Mann vergewaltigt werde. Dass ich von einem Mann angebaggert werde. Dass man generell keine Angst haben muss, dass ein Mann einem was antut. Das alles gehört sich nicht. Denn was der Mann einer Frau antut, kann für die Frau der schlimmste Alptraum werden… Der Mann sollte sich mal in die Lage der Frau versetzen: wie sie sich fühlt?! Wie sie mit diesen schlimmen Dingen dann leben muss?! Wie sie gedemütigt wird?! Eine Frau – oder gar ein Kind, eine Jugendliche zerbricht, weil sie von einem Mann vergewaltigt wird!
Das allerschlimmste ist, wenn diese Männer dann sogar noch freigesprochen werden, wenn sie einfach davonkommen. Und das auch nur wegen schwachsinnigen Ausreden.
Nein, nicht nur deswegen, sondern es sind auch die Leute, die dasitzen – wie können sie da ruhig dasitzen? Einfach unvorstellbar!
Und deswegen möchte ich, dass mein Traum wahr wird. Das alles soll ein Ende haben!

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