Hä? Was heißt das denn?
Also, das ist der Name des heutigen Sonntags und der kommt aus dem Lateinischen:
Quasi modo geniti infantes, rationabile, sine dolo lac concupiscite.
Zu deutsch: Wie die neu geborenen Kinder seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch. (1. Petrus 2,2)
Gestern habe ich die „Zeit-Bücher“ meiner 4. Klasse korrigiert und dabei das entdeckt:

Ja – Baby sein ist schön 🙂
An Mamas Brust kuscheln, geborgen zu sein, sich satt trinken – wir alle brauchen das doch. Wir sehnen uns danach, geliebt zu werden.

Und hier sagt Petrus: Wie die neugeborenen kleinen Kinder gierig nach der Muttermilch sind, so sollen die neugeborenen Christen sich nach GOTT und Seinem Wort sehnen – weil sie doch schon erlebt haben, wie gut GOTT ist, wie ER hilft, dass ER tröstet – so wie eine Mutter tröstet (Jesaja 66, 11- 13).
Sie sollen „begierig“ sein nach Gott und seinem Wort, damit sie wachsen im Glauben, also im Vertrauen in Gottes Liebe. Wir können ja nicht ewig Baby bleiben – auch wenn das ganz schön ist. Aber um zu wachsen brauchen wir gute Nahrung. Am Anfang Milch, dann Brei und später „richtiges“ Essen.
Als neugeborene Gotteskinder brauchen wir ganz viel von Gottes Liebe und Zuwendung.
Dann auch Ermahnung, damit wir wachsen und vorwärtskommen in unserem neuen Leben. Wir sollen ja immer mehr so werden, wie GOTT sich das gedacht hat.
Vielleicht kochst du dir diese Woche mal einen richtig schönen Grießbrei (oder Puddingsuppe, wenn dir das lieber ist), schnappst dir Gottes Wort, die Bibel, und kuschelst dich damit aufs Sofa. Vielleicht könnt ihr auch gemeinsam als Familie diese wunderbaren Geschichten lesen und euch dabei gegenseitig erzählen, wo ihr Gottes Liebe und Zuwendung schon erlebt hat.
Oder euch dabei Bilder von eurer Taufe anschauen, wo ihr Gotteskinder geworden seid.

Wissenswertes zum Sonntag:
Früher wurden neu dazugekommene Christen meist in der Osternacht getauft – und damit begann ihr neues Leben als Kinder Gottes – sie waren also „neugeboren“ in die Gottesfamilie hinein.
Zu ihrer Taufe trugen sie ein weißes Gewand, so wie auch heute oft noch ein weißes Taufkleid getragen wird.
Meine Mama hat mein Taufkleid aus ihrem Brautschleier genäht 🙂
Und weil sie dieses weiße Gewand vor lauter Freude wahrscheinlich auch am Sonntag nach Ostern getragen haben, heißt dieser Sonntag auch „Weißer Sonntag“.
In der frühen Gemeinde (und bis heute in der orthodoxen Kirche) hat man mit der Taufe auch das heilige Abendmahl empfangen dürfen. So ist der Sonntag nach Ostern in der katholischen Kirche traditionell der Tag der Erstkommunion.